Feuerlöscher
Die verschiedenen Löschmittel:
Wasser
Wasser wird bevorzugt zur Bekämpfung von Bränden der Brandklasse A (glutbildende Stoffe) eingesetzt.
Die Löschwirkung des Wassers beruht vor allem auf seinem Wärmebindungsvermögen. Die abkühlende Wirkung des Wassers stört die thermischen Reaktionsvoraussetzungen und behindert die weitere Aufbereitung brennbarer Stoffe, sodass die Bildung brennbarer Gase und Dämpfe abbricht. Wasser löscht also durch Abkühlung.
Lösch-Schaum und wässrige Lösungen
Löschschaum ist eine hochwirksame Mischung aus Wasser, Schaummittel und Luft. Dem fließenden Wasserstrom wird über Zumischgeräte eine prozentual gleich bleibende Menge Schaummittel zugeführt. Das so entstehende Gemisch wird in nachgeschalteten Schaumerzeugern mit Luft verschäumt. Der Grad der Verschäumung ist abhängig von der Leistung des eingesetzten Schaumerzeugers, vom Schaummittel und von der Schaummittel-Zumischrate. Bei geringer Luftansaugung wird ein nasser, schwerer Löschschaum erzeugt (Schwerschaum). Mehr Luftanteile machen den Schaum trockener und damit leichter (Mittel- und Leichtschaum).
Der Luftschaum nutzt unterschiedliche Löscheffekte: Kühlen, Ersticken, Trennen, Abdecken, Dämmen und Verdrängen - jeder für sich oder im Zusammenwirken mit anderen sorgen sie für einen schnellen Löscherfolg.
Filmbildende Schaummittel wurden zur Bekämpfung von Bränden der Brandklasse A und B entwickelt. Bei Flüssigkeitsbränden bildet sich ein sehr dünner gleitfähiger Film auf der brennenden Flüssigkeit, der dem Schaum ein hervorragendes Fließverhalten verleiht und die Verbrennungszone gegen weitere Sauerstoffzufuhr abschirmt.
Kohlendioxid (CO 2)
ist zu 0,03 Vol.% in der Atmosphäre enthalten. Das Löschmittel Kohlendioxid wird druckverflüssigt in Hochdruckstahlflaschen oder in großen Niederdruckbehältern gelagert. Durch die Flüssiglagerung können deutlich größere Löschmittelvorräte platzsparend vorgehalten werden. Kohlendioxid ist im Gegensatz zu Argon bei hohen Konzentrationen gesundheitsschädlich. Deshalb schreiben die Berufsgenossenschaften bei Überschreitung eines Grenzwertes von mehr als 5 Vol.% besondere Schutzmaßnahmen vor.
Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften wird CO 2als einziges Löschgas auch in Handlöschgeräten eingesetzt.
Es hat den ODP-Wert 0, baut also kein stratosphärisches Ozon ab. Die bemerkenswert kurze atmosphärische Lebensdauer von FM-200 resultiert aus dem relativ schnellen natürlichen Abbau.
Löschpulver
Löschpulver sind hochwirksame und schnelle Löschmittel. Die schlagartige Löschwirkung der Pulverwolke resultiert aus dem Stickeffekt und dem so genannten antikatalytischen Effekt, einem chemischen Eingriff in den Verbrennungsvorgang. Durch die Bildung von Schmelzschichten auf glut bildenden Brandstoffen wird die Diffusion von Luftsauerstoff in den Brandherd und die Aufheizung der unmittelbaren Brandumgebung verhindert. Rückzündungen werden unterbunden. Löschpulver bestehen im wesentlichen aus ungiftigen, anorganischen Salzen.